Die Novemberrevolution

 

Politische Wirkung der Novemberrevolution

Die grundsätzlichen Ziele wurden erreicht:

- Beseitigung der Monarchie und Umwandlung Deutschlands in eine Republik,

- Übergang der Staatssouveränität auf das Volk.

Politische Absichten

Orthodoxe Marxisten in der Spartakusgruppe große sozialistische und proletarische Umwälzung nach russischem Vorbild
Linke Sozialdemokraten in der USPD grundlegende Änderungen in Richtung einer sozialistisch orientierten Politik
Mehrheitssozialisten Ablehnung der sozialistischen Revolution, da sie nach vier Kriegsjahren zu einem Bürgerkrieg geführt hätte.Daher:Zusammenarbeit mit den bürgerlichen Parteien auf der Grundlage des demokratischen KompromissesZusammenarbeit mit den Eliten des alten Systems zur Aufrechterhaltung der Ordnung

Folge: Spaltung der Arbeiterbewegung

Liberale (Fortschrittliche Volkspartei) Verwirklichung der rechtsstaatlichen Ordnung, Verfassung

Die wichtigsten Beispiele für die Zusammenarbeit der SPD:

Bündnis zwischen Gewerkschaften (Gewerkschaftsführer Carl Legien) und Unternehmern (Hugo Stinnes), die "Zentralarbeitsgemeinschaft", noch im November 1918.

Wertung:
Vereinigung sozialistischer Reformen mit demokratischem Konsens. Begründung der Sozialpartnerschaft und Abkehr vom Klassenkampf.

Bündnis Ebert (Revolutionsregierung) - Groener (Generalstab), am Abend des 10. November 1918 telefonisch vereinbart.

Ziele:

Hintergedanke Groeners: Freihalten des Offizierskorps von revolutionären Entwicklungen, d.h. Verhinderung eines Eingriffes der Revolution in die Struktur der Reichswehr. Langfristig damit Offenhalten der Option, den verlorenen Krieg wieder aufzunehmen.

Hypotheken der Republik:

Folge:

Kampf gegen den Versailler Vertrag wird zum Kampf gegen die Republik


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